Die Zukunft des Projektgeschäfts - Drei Fragen an Prof. Dr. Reinhard Wagner

TEAMWILLE

Prof. Dr. Reinhard Wagner hat schon Projektarbeit gemacht, als viele von uns noch gar nicht wussten, was ein Projektplan ist. Er bringt über 40 Jahre Erfahrung mit, war selbst in Projekten aktiv und kennt die Praxis als Projektleiter, Führungskraft, Berater, Trainer, Coach und Assessor für Projekte. Heute ist er Beiratsmitglied bei TEAMWILLE, Gründer und CEO der Projektivisten GmbH und als Professor für Projektmanagement an internationalen Universitäten tätig.

Besonders spannend: Reinhard kennt Projekte aus nahezu allen Welten. Er hat im öffentlichen Sektor gearbeitet, in unterschiedlichen Industrien und Branchen der Wirtschaft sowie im Non-Profit-Bereich, in Deutschland und international in über 100 Ländern. 

Im Interview mit TEAMWILLE spricht Reinhard darüber, wie sich das Projektgeschäft in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Von einem Fokus auf Prozesse und Methoden hin zu Menschen, strategischer Ausrichtung und heute dem Einfluss Künstlicher Intelligenz. Er zeigt, warum professionelles Change Management und systematische Organisationsentwicklung inzwischen unverzichtbar sind und was das konkret für Projektleitende, PMOs und das Top Management bedeutet.

Wenn du wissen möchtest, wie sich Projektarbeit aktuell wandelt und welche Weichen du in deiner Organisation stellen solltest, liefert dir dieses Interview genau die richtigen Impulse!

1. Du blickst ja nun schon auf mehr als 40 Jahre Erfahrung im Projektgeschäft zurück. Was sind die bedeutsamsten Veränderungen bisher und die aktuell wichtigsten Trends?

Reinhard: Bis weit in die 1990er-Jahre haben wir uns im Projektmanagement vor allem mit den Prozessen, Methoden und Tools zur Projektabwicklung beschäftigt. Danach setzte sich sukzessive die Erkenntnis durch, dass Menschen mit Menschen Projekte für Menschen realisieren und wir uns deshalb vor allem um die persönliche und zwischenmenschliche Seite kümmern müssen. 

Vor ca. 20 Jahren kam dann auch die strategische Dimension hinzu, die eine direkte Verbindung zwischen den strategischen Zielen und den Projekten über das Projektportfoliomanagement herstellte. Und heute dreht sich viel um die Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) im Projektgeschäft. Die Projektarbeit verändert sich also fortlaufend und alle Beteiligten müssen lernen, mit diesem Change im Tagesgeschäft umzugehen.

2. Welche Anforderungen bringt die Transformation des Projektgeschäfts für die Beteiligten mit sich? Und wer ist davon besonders betroffen?

Reinhard: Zu Beginn der Veränderungen im Projektmanagement haben wir immer neue Prozesse, Methoden und Standards, vor allem in Form von Trainings, an Projektmanager*innen weitergegeben. Um die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten über alle Grenzen hinweg zu stärken, waren Formate wie Coaching, Mentoring und Workshops sinnvoll. 

Durch die strategische Ausrichtung des Projektgeschäfts ist zunehmend auch eine Organisationsentwicklung gefragt. So geht es beispielsweise um die Positionierung von Project Management Offices (PMOs) von der operativen bis zur strategischen Ebene der Unternehmensleitung. Auch die KI fordert Change und Organisationsentwicklung auf allen Ebenen, diesmal auch in den Datenstrukturen und IT-Systemen.

3. Welche Empfehlungen kannst du den Betroffenen geben?

Reinhard: Aus meiner Sicht müssen sich die Betroffenen auf allen Ebenen, von der operativen Ebene der Projektleitung, den Verantwortlichen für das Projektgeschäft bis zum Top Management im Unternehmen mit den Veränderungen vertraut machen, sich mit den professionellen Verfahren und Instrumenten des Change Managements wie auch der Organisationsentwicklung vertraut machen und diese konsequent anwenden. Langjährig erfahrene Dienstleister wie die TEAMWILLE GmbH bieten hier professionelle Unterstützung an und verbinden dabei ihre Expertise im Projektgeschäft mit der im Change Management bzw. Organisationsentwicklung. Das hilft bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen.

Upgrade für deine Change-Expertise: „Architecting Change“

Reinhard macht im Interview deutlich: Gravierende Veränderungen im Projektgeschäft lassen sich nur mit professionellem Change Management und systematischer Organisationsentwicklung bewältigen. Gerade wenn KI, neue Rollenbilder und strategische Projektportfolios zusammenkommen, braucht es Menschen, die Veränderungen strukturiert planen, begleiten und klar kommunizieren.

Die Weiterbildung „Architecting Change“ setzt genau da an, wo viele Veränderungsprojekte ins Stocken geraten: bei einem klaren Bild, einem guten Plan und einer stimmigen Kommunikation. In fünf Modulen (8 Tage) in München arbeitest du Schritt für Schritt daran, Veränderungen zu verstehen, sinnvoll zu strukturieren und so zu übersetzen, dass sie im Alltag von Projektleitenden, PMOs, Fachbereichen und Management ankommen. Du entwickelst echte Change-Roadmaps, probierst Formate für die Kommunikation aus und übst, mit Unsicherheit und Widerstand konstruktiv umzugehen.

Ergänzt wird das Training durch E-Learnings, zum Abschluss erhältst du ein Zertifikat. „Architecting Change“ richtet sich an alle, die Veränderungsvorhaben im Projektumfeld nicht nur „mitbetreuen“, sondern überzeugend gestalten wollen – mit einem klaren Vorgehen, passenden Tools und mehr Sicherheit in der eigenen Rolle.

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